HSV Bernauer Bären - SV Motor Hennigsdorf 40:27

Jahresauftakt mit hoher Erwartung – Erste Halbzeit kostet Motor Hennigsdorf das Spiel in Bernau 

Bernau. Es war ein Spiel mit besonderer Bedeutung: erstes Spiel im neuen Jahr, zugleich letztes Spiel der Hinrunde – und dazu ein Gegner, der in der Tabelle auf Augenhöhe rangierte. Entsprechend groß war die Spannung vor dem Duell der männlichen Jugend E zwischen dem SV Motor Hennigsdorf und den Bernauer Bären. Am Ende musste sich Motor jedoch mit 27:40 geschlagen geben – eine Niederlage, deren Grundstein bereits in der ersten Halbzeit gelegt wurde. 

Ausgeglichener Beginn – dann reißt der Faden 

Der Blick auf die Tabelle hatte im Vorfeld nicht getäuscht. In den ersten Minuten begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Motor fand gut ins Spiel, blieb bis zum 6:5 in Schlagdistanz und zeigte im Angriff ansprechende Lösungen. Theo und Liam übernahmen früh Verantwortung, auch Bene und Ferdi setzten offensive Akzente. 

Doch Mitte der ersten Halbzeit verlor Motor zunehmend den Zugriff. In der Abwehr fehlte die Zuordnung, im Angriff häuften sich Ballverluste. Bernau nutzte diese Phase konsequent und setzte sich Tor um Tor ab. Zur Pause hatte sich bereits ein deutlicher Rückstand aufgebaut – die Vorentscheidung in diesem Spiel. 

Zweite Halbzeit mit Moral – aber ohne Wende 

Nach dem Seitenwechsel zeigte Motor Moral und versuchte, das Spiel offener zu gestalten. Offensiv gelangen weiterhin gute Aktionen, doch der Rückstand aus der ersten Hälfte wog zu schwer. Zwar erzielte Motor auch im zweiten Durchgang zahlreiche Treffer, defensiv blieb das Team jedoch anfällig und fand keinen Weg, den Spielfluss der Gastgeber entscheidend zu bremsen. 

Offensiv stark – defensiv weiter die Baustelle 

Was sich auch in Bernau bestätigte, ist ein Muster der gesamten Hinrunde: Motor gehört offensiv zu den produktivsten Mannschaften der Liga, kassiert jedoch gleichzeitig zu viele Gegentore. 

27 eigene Treffer sind auswärts ein ordentlicher Wert – 40 Gegentore aber zu viel, um gegen direkte Konkurrenten bestehen zu können. 

Hinrunden-Resümee: Entwicklung klar erkennbar 

Mit dem Spiel in Bernau endet für den SV Motor Hennigsdorf eine ereignisreiche Hinrunde, die von deutlicher Entwicklung und vielen positiven Momenten geprägt war. Nach dem schwierigen Saisonauftakt beim Oranienburger HC (8:31) zeigte die Mannschaft eine beeindruckende Reaktion und feierte in der Folge klare Siege gegen Uckermark, Oberhavel, Eberswalde, Werneuchen, Finowfurt und Eichstädt. 

Diese Spiele belegten eindrucksvoll die offensive Qualität der Hennigsdorfer: hohes Tempo, viele Torschützen, kreative Spielzüge und großer Mut im Angriff. Für die Zuschauer bot Motor über weite Strecken der Hinrunde ansehnlichen, torreichen Handball. 

Gleichzeitig wurde deutlich, wo der nächste Entwicklungsschritt liegt. In Spielen gegen Topteams wie Oranienburg und Bernau zeigte sich, dass defensive Stabilität und Konstanz über 40 Minuten entscheidend sein werden, um solche Partien offener zu gestalten. 

Blick nach vorn: Härtetest zum Rückrundenstart 

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Zum Auftakt der Rückrunde wartet mit dem Oranienburger HC direkt der Tabellenführer. Gegen den defensiv starken Spitzenreiter wird es entscheidend sein, von Beginn an kompakter zu stehen und die eigenen Offensivqualitäten kontrollierter einzusetzen. 

Fazit 

Der Jahresauftakt in Bernau brachte nicht das erhoffte Ergebnis, markiert aber einen klaren Schnittpunkt der Saison. Die Hinrunde zeigt: Motor Hennigsdorf hat enormes Potenzial, spielt mutigen und attraktiven Handball – muss aber vor allem in der Defensive den nächsten Schritt machen. Die Rückrunde bietet nun die Chance, genau daran zu wachsen. 

Unser Team: Florian, Joel, Ferdi (4), Matteo (1), Bene (3), Liam (7), Theo (9), Lukas, Jerome (3) 

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