Der 11. Oktober hatte es in sich für die männliche Jugend D von SV Motor Hennigsdorf. Zwei Partien, zwei Niederlagen – und doch ein Spieltag, der mehr war als die Ergebnisse. Gegen die HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf lieferten die Jungs über weite Strecken echten Handball auf Augenhöhe, ehe sie gegen Wildau einem überlegenen Gegner trotzten, ohne die Köpfe zu senken.
männliche Jugend D – Ein Spiel zum Anfassen, ein Einbruch zum Lehren
Es war ein Vormittag, der lange positiv in Erinnerung bleiben dürfte – zumindest die erste Hälfte davon. Zur Pause stand es 10:10, und dieser Zwischenstand war kein Geschenk des Gegners, sondern hart erarbeitet. Die Mannschaft traf früh, baute Führungen auf und blieb nach jedem Rückschlag antwortbereit. Nach dem Seitenwechsel jedoch schien die Konzentration noch in der Umkleidekabine geblieben zu sein: Schnelle Gegentore unmittelbar nach Wiederanpfiff brachten den Rhythmus ins Wanken, und Teltow/Ruhlsdorf nutzte die Unsicherheit konsequent aus. Am Ende stand ein 20:29, das die zweite Hälfte widerspiegelt – nicht aber das Gesamtbild dieses Spiels. Besonders schön war die Rückkehr von Bene, der nach langer Verletzungspause wieder auf dem Feld stand und sofort seinen Beitrag leistete. Aus diesem Spiel nimmt die Mannschaft eine wichtige Lektion mit: Was in der ersten Hälfte möglich war, ist der Maßstab für die Zukunft.
männliche Jugend D – Standhalten gegen eine Wand
Wildau war körperlich und spielerisch in einer anderen Liga an diesem Tag – das war vor dem Anpfiff klar, und das Ergebnis von 56:13 bestätigt es. Trotzdem standen die Motoren von Beginn an auf dem Platz: Ein früher Ausgleich zum 1:1, dann zum 2:2, zeigte, dass die Jungs nicht einfach mitmachten, sondern mitspielen wollten. Mit wachsendem Abstand wurde es schwieriger, die Energie hochzuhalten, aber niemand warf das Handtuch. Jeder Treffer, den Milo, Theo, Florian und Bene erzielten, wurde erkämpft – gegen einen Gegner, der kaum Räume ließ. Solche Spieltage hinterlassen keine schönen Zahlen, aber sie hinterlassen Erfahrung, die kein Training ersetzen kann.
Ein harter Spieltag, zwei Lektionen – und eine Mannschaft, die bleibt. Die männliche Jugend D hat an diesem Oktober-Sonntag gezeigt, dass sie nicht wegläuft, wenn es schwer wird. Wer sich gegen Teltow/Ruhlsdorf eine Halbzeit lang auf Augenhöhe behauptet und in Wildau noch in der Schlussphase trifft, der wächst – auch wenn die Tabelle das noch nicht zeigt.
