1. 1. SV Eberswalde - SV Motor Hennigsdorf 19:29 (10:14)
Gefühlter Frühlingsanfang, laute Bässe beim Aufwärmen in der Halle des 1. SV Eberswalde – die Kulisse war gesetzt für das Auswärtsspiel des SV Motor Hennigsdorf. Doch was zunächst nach frischem Schwung klang, fühlte sich in den ersten Minuten eher nach Winterschlaf an.
Nervöser Auftakt mit Aluminium-Pech
Motor startete unkonzentriert. Fehlpässe, überhastete Abschlüsse – und gleich sechs Mal retteten Pfosten oder Latte für Eberswalde. Trotz guter Besetzung mit drei mitgereisten Ersatzspielern fand Hennigsdorf zunächst keinen Rhythmus. Der Gegner trat hochmotiviert auf, mit voll besetzter Bank und viel Energie.
Lange blieb die Partie ausgeglichen. Motor konnte seine spielerischen Qualitäten nur punktuell aufblitzen lassen. Erst ab Minute zwölf kam mehr Struktur ins Spiel. Die Rot-Weißen setzten sich zunächst mit zwei Toren ab, bauten die Führung bis zur Halbzeit auf 14:10 aus.
Schwungvoll und souverän nach der Pause
Trainer Joseph scheint in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Was dann folgte, war das eigentliche Frühlingserwachen. Mit deutlich mehr Dynamik und Konzentration übernahm Motor die Kontrolle – defensiv wie offensiv. Die Passstafetten wurden sicherer, das Umschaltspiel schneller, die Abschlüsse konsequenter.
Spätestens mit zunehmender Spielzeit zeichnete sich der Auswärtssieg klar ab. Beim 29:19 war die Partie entschieden. Alle Spieler konnten an der spielfreudigen zweiten Halbzeit partizipieren. Hinten zeigte Flori mehrfach starke Paraden und gab der Defensive zusätzlichen Halt.
Stabilität trotz Vorbelastung
Bemerkenswert war der Einsatz von Jerome, der noch leicht angeschlagen vom Vortag auflief. Gerade in der ersten Halbzeit gab er der Mannschaft die notwendige Stabilität und wurde zum Ende hin geschont.
An der Seitenlinie hatte Joseph erneut die volle Trainings- und Spielverantwortung – und stellte das Team nach dem nervösen Beginn gut ein.
Fazit
Es bleibt dabei: Motor hat in dieser Saison eine tolle Truppe. Viel Qualität, viel Teamgeist – und die Fähigkeit, Spiele zu dominieren. Voraussetzung ist jedoch, von Beginn an konzentriert über die gesamte Spielzeit zu agieren.
Nach dieser starken zweiten Halbzeit durfte sich die Mannschaft verdient den Geburtstagskuchen von Lukas schmecken lassen.
#UnserTeam:
Flori, Joel (1), Ferdi (8), Matteo, Bene (4), Jan (1), Liam (2), Theo (10), Lukas, Jerome (3)
