Sechs Spieler, vier Spiele, ein Turniersieg: Die gemischte F-Jugend von SV Motor Hennigsdorf hat beim B-Finale in Angermünde am 9. Mai gezeigt, was in dieser jungen Mannschaft steckt. Mit minimalem Kader und Trainer Björn bei seiner Feuertaufe als alleiniger Coach holte sich Motor den Turniersieg — und lieferte dabei eine Energieleistung, die ihresgleichen sucht.
Holpriger Start, starkes Finish — Vorrunde
Im ersten Spiel gegen den Oranienburger HC II brauchten die Jungs und Mädchen einige Minuten, um in der neuen Kombination und mit einem Spieler weniger ins Spiel zu finden. Es wurde eng, richtig eng. Doch Sara rettete mit einer starken Fußabwehr in letzter Sekunde den 6:5-Sieg. Ein Auftakt, der Charakter zeigte.
Danach fuhr der Motor hoch. Im zweiten Vorrundenspiel gegen den Finowfurter SV war von der anfänglichen Unsicherheit nichts mehr zu spüren. Motor dominierte von der ersten Sekunde an und ließ dem Gegner bei einem 14:1 keine Chance. Die Mannschaft hatte ihren Rhythmus gefunden.
Halbfinale und Finale
Im Halbfinale tauschten Sara und Felix die Rollen: Felix ging ins Tor, Sara aufs Feld. Felix trieb die gegnerischen Angreifer mit seinen Paraden reihenweise zur Verzweiflung. Die fünf Feldspieler verteidigten diszipliniert und schalteten bei Ballgewinnen blitzschnell um. Das Ergebnis war ein hochverdienter 5:1-Sieg und der Einzug ins Finale.
Und wer dachte, nach 3 Spielen in Unterzahl müsste der Akku dieser kleinen Mannschaft leer sein, wurde eines Besseren belehrt. Im Finale spielte Motor Angriff um Angriff und brachte den Turniersieg nach Hause mit einem bockstarken 12:0 gegen den OHC II.
Paul ragte mit insgesamt elf Turniertoren heraus. Joshi überzeugte als Spielgestalter mit schönen Pässen und eigenen Treffern. Sara und Felix teilten sich die Torwartarbeit und hielten den Laden dicht — jeder auf seine Art. Was für eine Mannschaftsleistung!
Was an diesem Tag in Angermünde sichtbar wurde, war auch das Ergebnis der Aufbauarbeit, die in den vergangenen Monaten geleistet wurde. Das Fundament — die Grundtechniken, das Spielverständnis, der Zusammenhalt — war längst gelegt, als Björn übernahm. Dass er darauf aufbauen und die Mannschaft zum Turniersieg führen konnte, spricht für alle, die an dieser Entwicklung beteiligt waren.
Trainer Björn brachte es auf den Punkt: „Ich bin einfach nur stolz auf die Truppe.“
Unser Team: Paul, Joshi, Sara, Felix, Otis, Toni
